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Berufsbekleidung - steuerlich absetzbar ?

Für bestimmte Berufskleidung besteht die Möglichkeit diese als Betriebsausgabe oder Werbungskosten bei der Steuererklärung abzuziehen.

 

Folgendes jedoch muss dabei beachtet werden, damit ein Abzug in Frage kommt:

Berufskleidung ist immer dann als Ausgabe zu berücksichtigen, wenn die Kleidung einzig und allein für die beruflichen Zwecke bestimmt ist oder wenn das Berufsbild oder die Beschäftigung keine andere Bekleidung zulässt. Dabei kann durchaus auch ganz gewöhnliche Kleidung zur typischen Arbeits- oder Berufskleidung werden. Allerdings nur dann, wenn diese typisch für den Beruf ist und eine private Nutzung daher nicht in Frage kommt.

Grundsätzlich gilt die Regel, dass Kosten für private Kleidung zu den Kosten der privaten Lebensführung gehören und somit keine steuerliche Berücksichtigung finden. Werden die Voraussetzung als Berufs- oder Arbeitskleidung erfüllt können sowohl die Anschaffungskosten, als auch die Reinigung oder Kosten der Pflege und Instandhaltung als Betriebsausgabe oder Werbungskosten abgesetzt werden.

Für die Berufskleidung besteht die Möglichkeit eine Pauschale in Höhe von 100,00 Euro bei der Steuererklärung als Werbungskosten aus nichtselbständiger Arbeit abzuziehen. Bei Arbeitnehmern kann der Arbeitgeber steuerfreie Zuschüsse zum Kauf der Kleidung gewähren oder diese dem Arbeitnehmer zur Verfügung stellen.
Durch die Rechtsprechung in Deutschland wurde folgende Kleidung als „beruflich“ bzw. „betrieblich“ anerkannt:

  • Frack des Orchestermusikers
  • Schwarzer Anzug eines Kellners, Geistlichen oder Leichenbestatter
  • Weiße Kleidung bei Angehörigen der Heilberufe, wie z. B. Ärzten, Masseure, Podologen etc.
  • Kleidung von Richter, Staatsanwälten und Rechtsanwälten (Robe, Barett, Halsbinde)
  • Dienstkleidung bei Berufen des öffentlichen Dienstes, wie z. B. Polizei, Rettungsdienst, Militär, Feuerwehr. Als Berufskleidung gelten Kleidungsstücke, die als Dienstkleidungsteile dauerhaft gekennzeichnet sind: durch angenähte oder eingewebte Dienstabzeichen, Posthorn, Bundes- oder Landeswappen (Erlass des Niedersächsischen Finanzministeriums vom 01.11.1996, DB 1996 S.2414).
  • Kleidung von Stewardessen und Flugbegleitern
  • Sportkleidung bei Sportlehrern und Fitnesstrainern, wenn die private Nutzung von untergeordneter Bedeutung ist
  • Anzug und Hemden eines Tanzlehrers
  • Friseur (Modische weiße Oberbekleidung von Angestellten, die einheitlich getragen wird, kann Berufskleidung sein)

 

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